29. Juli 2013

Bug-eyed

Bei dem ganzen Makro-Getue laufen einem natuerlich auch immer wieder ein paar Insekten und andere Krabbler ueber den Weg, die ich auch nicht unerwaehnt lassen will.

Den Anfang macht ein alter Bekannter, Anartia jatrophae.



Wo wir gerade bei Schmetterlingen sind... Diese Art hat ihre Fluegel wahrend des Sitzens geschlossen, was das Sehen und photographieren der Fluegeloberseite ziemlich erschwert. Es gibt anscheinend verschiedene Arten, die ein aehnliches Muster aufweisen, aber ich behaupte mal, dass es sich hierbei um Eurema daira handelt.



Die Bienen hier sehen etwas anders aus:


Und ebenso die Wespen. Papierwespen (Polistes sp.) haben auch schon zwei Mal probiert auf unserem Balkon ein Nest zu bauen.



Tausenfuesser gibt es hier erstaunlicherweise auch. Erstaunlich deshalb, weil man an jedem heisseren Tag Dutzende Leichen auf den Gehwegen liegen sieht. Ist das Mikroklima auf Steinplatten so schlecht, dass die Tiere selbst im tropischen Florida vertrocknen?


Nicht ganz so ahnsehnlich und unbekannt:


Schoener, und nicht mit obiger Spinne in Verbindung, ein bisschen Architektur. Tatsaechlich habe ich keine Spinne im Netz finden koennen.


Mal zur Abwechslung etwas, das ich bestimmen konnte: Eine Raupe der Io-Motte (Automeris io).


Diese kleinen Flieger haengen bevorzugt an der Unterseite von Palmenblaettern und tun so als waeren sie ein Teil der Pflanze. Bisher habe ich sie sich nur bewegen gesehen, wenn ich sie angefasst habe. Nette Leute im Internet sagen mir, dass es sich um Spitzkopfzikaden (Ormenaria rufifascia) handelt.


Bei diesem bunten Vertreter dachte ich zuerst, es koennte sich um eine Raubwanze handeln. Aber anscheinend ist es nur eine Randwanze, Leptoglossus gonagra. Immerhin schoen anzusehen.

23. Juli 2013

Simple things

Vor einiger Zeit habe ich mir mal Makrofilter gekauft, so als Uebergangs- und Uebungsloesung bis ein richtiges Objektiv angeschafft wird. Dementsprechend wird jetzt auch den kleineren Dingen etwas mehr Aufmerksamkeit zugewendet.










13. Juli 2013

Red White Blue

Vor kurzem war ja mal wieder ein bedeutender Feiertag, was mir die Moeglichkeit gab, ein bisschen neues Photographie-Gebiet zu erproben. Es gab ein Feuerwerk gleich hier um die Ecke, das zwar nicht so riesig und lang war wie letztes Jahr in Boston, aber man kann ja nicht alles haben. Ausserdem konnte ich so richtig faul sein und alles vom Balkon zu Hause aus anzuschauen. Das bildet zwar nicht den schoensten Vordergrund fuer die Photos, aber zum Ueben hat es gereicht und dass es schon um 9 Uhr angefangen hat, als es noch nicht richtig dunkel war, war auch nicht perfekt.
An sich bin ich sonst ziemlich zufrieden und ueberrascht wie einfach das ging. Vorher alles aufgebaut und bei den ersten Schuessen fokussiert und dann konnte man den Rest gemuetlich anschauen und musste nur nebenbei einen Knopf druecken. Nur finde ich (entgegen gewisser Anleitungen im allwissenden Internet) sollte ich etwas frueher aufhoeren zu belichten, wenn die Graviation einsetzt, und irgendwie muss ich dann noch herausfinden wie man die Bilder in JPG konvertiert ohne die haesslichen Artefakte im Dunkelbereich zu bekommen. Picasa komprimiert beim Hochladen die Bilder und macht sie haesslich...


















9. Juli 2013

Snake Mistakes

Es gibt mal wieder einige Zugaenge zu meinem virtuellen Fauna-Katalog.
Zum Beispiel leben am Strand Gepensterkrabben (Ocypode quadrata), von denen ich ewig nichts wusste. Die kommen anscheinend nur zur Daemmerung aus ihren Loechern.


Schon altbekannt, aber sehr scheu und schwer zu photographieren: Blauhaeher (Cyanocitta cristata). Schoene Voegel, die anscheinend gerne in Gruppen rumhaengen, aber sich nicht so gern beobachten lassen.


Ebenfalls nicht unbekannt, sind die Spottdrosseln (Mimus polyglottos). Vielleicht vergleichbar mit unseren Amseln, ist es fast unmoeglich sie nicht irgendwo sitzen zu sehen. Zudem koennen sie auch sehr schoen singen und kennen kaum Angst. Das hat aber auch seine Nachteile. Gerade zur Brutzeit werden sie anscheinend sehr territorial und verjagen alles was ihnen nicht passt. Greifvoegel waren ueber unserem Weiher immer nur kurz zu sehen, weil sie sofort von mehreren Spottdrosseln in der Luft attackiert wurden, bis sie weitergezogen sind. Und selbst die armen, unschuldigen Ibisse haben sie nicht in Ruhe gelassen.
Wir hatten sogar ein Nest in der Hecke bei unserem Parkplatz, dass ich ein bisschen begutachten konnte, wenn die Elterntiere weg waren. Aber seit ich probiert hatte Photos davon zu machen, war immer ein Elternteil in der Naehe. Denen gefaellt das natuerlich ueberhaupt nicht und so fliegen sie wirklich nah an einem vorbei und lassen boese Kraechzlaute von sich oder begutachten einen dann aus dem naehesten Sitzpunkt und schreien einen an. So viel Stress wollte ich den Tieren natuerlich nicht antun, also bin ich jedesmal mit leeren Haenden umgedreht.





Und wo wir gerade bei Nachwuchs sind, ein Nest von Carolinaspechten (Melanerpes carolinus) habe ich in unserem Greenway auch entdeckt. Mittlerweile ist das aber schon verlassen.



Und ein Beweis, dass Bahamaanolis (Anolis sagrei) tatsaechlich einen Rueckenkamm aufweisen koennen.


Was mich schon eher erstaunt hat war als ich, wieder einmal im Greenway, einem Streifenbasilisken (Basiliscus vittatus) begegnet bin. Laenger als mein Unterarm und ich habe ueber ein halbes Jahr lang nie einen gesehen. Kurz danach habe ich an einem Kreisverkehr noch einmal einen kleineren gesehen, aber seitdem wieder nichts mehr. Aber jetzt habe ich doch noch ein bisschen Hoffnung vielleicht einmal einem Leguan ueber den Weg zu laufen.


Und mal so der Vollstaendigkeit halber bis es ein besseres Bild gibt: Pseudemys concinna floridana


Den Lousianawuerger (Lanius ludovicianus) habe ich bisher nur auf dem Gelaende meiner Arbeit gesehen und dann auch bevorzugt zu Daemmerungszeiten. Auch eher ein scheuer Geselle.


Den naechsten Eintrag habe ich zuerst beim Durchblaettern meines Bestimmungsbuches kennen gelernt und gehofft diesen Vogel einmal wirklich sehen zu koennen. Ich hatte ja befuerchtet, dass das Verbreitungsgebiet nicht uebereinstimmt oder sonst etwas, aber eines Tages habe ich tatsaechlich mal welche im Riverbend Park gesehen. Und dann fing es ploetzlich an, dass auch hier in meiner Wohngegend hin und wieder einer auftauchte (um dann von den Spottdrosseln verjagt zu werden...). Ich praesentiere: Der Schwalbenweih (Elanoides forficatus). Wirklich, wie genial sehen die gespaltenen Schwanzfedern aus?


Dann ist mir kuerzlich noch diese kleine Kornnatter (Pantherophis guttatus) begegnet.


Und zwei Echsen, bei denen ich mir nicht ganz sicher bin, um was es sich handelt. Beim ersten handelt es sich ziemlich wahrscheinlich um eine Sechsstreifenrennechse (Cnemidophorus sexlineatus). Beim zweiten koennte es sich um die selbe Art handeln, aber ich vermute eher einen Fuenfstreifenskink (Eumeces inexpectatus).



Und was auch immer der Fischadler hier davon traegt, lebt wohl in unseren Gewaessern.