19. Juni 2013

Analog

Da das Wasser um die Keys nur wenige Meter tief ist, eignet es sich recht gut um ueber Korallenriffe zu schnorcheln. Die sind aber immer noch recht weit draussen, so dass es einige Anbieter fuer Bootsausfluege gibt.
Wasser und Elektronik vertraegt sich meist nicht so gut, also habe ich in weiser Voraussicht ein paar Unterwasser-Wegwerf-Kameras gekauft. Mit ISO 800 sollte ja auch unter Wasser noch genug Licht vorhanden sein....dachte ich. Die Ergebnisse sieht man ja unten. Da die Ausfluege auch fuer Taucher ausgelegt sind, ist der Boden halt doch einige Meter entfernt. Und durch das Weitwinkelformat sieht auf den Photos auch alles noch mal viel kleiner aus. Aber wenn man genau hinschaut, kann man auf ein paar Bildern Fische erkennen...












 So sieht ein ~2m Barracuda nicht mehr ganz so beeindruckend aus.





 Und natuerlich musste auch so etwas wieder passieren.


17. Juni 2013

Any Key to continue

Am naechsten Tag war es zwar immer noch kuehl und bewoelkt, aber immerhin der Regen hatte aufgehoert. Also ging es zur naechsten Attraktion - die auch gerade um die Ecke lag: Die "Seven Mile Bridge". Eine alte Eisenbahnbruecke, die aber mittlerweile nicht mehr genutzt wird und zerfaellt.



Aber man kann immer noch knapp 2 Meilen hinauslaufen und von dort Meeres- und Luftbewohner beobachten. Es gab die ueblichen Verdaechtigen vorbeifliegen zu sehen, im Wasser war aber relaitv wenig los. Wobei wir auf dem Rueckweg doch noch ein paar Delphine auftauchen sehen haben.




Der begehbare Teil der Bruecke endet gluecklicherweise bei Pigeon Island, worauf eines der ersten Lager der Schienenarbeiter erbaut wurde. Mittlerweile dienen die Gebaeude aber nur noch der historischen Schulung.
Natuerlich war mein Interesse dafuer eher schnell erschoepft (auch weil wenig Informationen aushingen; man muss wohl die irgendwann stattfindende Tour mitmachen um mehr zu erfahren) und stattdessen habe ich wieder einem Kardinal nachgestellt. Da stellte sich dann heraus, dass es sich wohl eher um einen Specht handelte, aber dieser hat mich zu einem Baum gefuehrt bei dem gerade eine Gruppe Kolibris der Balz und Paarung nachgingen. Und wie oft bekommt man schon so etwas zu sehen?






Ja, die Kleinen koennen auch ganz schoen rabiat werden.


Den restlichen Tag sind wir noch zu verschiedenen Parks gefahren (jede groessere Insel hat einen gewissen Teil als Park deklariertes Gruen) und haben einen (nicht so schrecklich bewoelkten wie am Tag zuvor) Sonnenuntergang genossen.



12. Juni 2013

Postcards from tiny islands

Vor einiger Zeit, lang, lang scheint es schon wieder her zu sein, ging es zu den Keys. Das ist die Kette von Inseln im Sueden Floridas, die durch US1 verbunden ist. Selbstverstaendlich handelt es sich dabei um ein beliebtes Touristenziel, vor allem Winter.
Als wir ankamen, war aber leider gerade schlechtes Wetter zu Gange. Zeltaufbau ging zum Glueck noch im Trockenen, aber kurz danach hat es angefangen zu regnen und immer nur kurzzeitig unterbrochen.


Koennte es sich hierbei um die gefaehrdete Florida Baumschnecke (Liguus fasciatus) handeln?

 
Obwohl wir auf Marathon, circa in der Mitte der Inselgruppe, kampierten sind wir abends noch bis ans Ende nach Key West gefahren. Das ist das Touristenzentrum mit Restaurants und Bars en masse, und sogar Kreuzfahrtschiffe legen hier am Wochenende an. Random Fact: Drogenschmuggel war/ist hier eine gute Einnahmequelle.



Geht man aber in die etwas abgelegneren Strassen so sieht das Ganze eher nach einem charmanten, verschlafenen Staedtchen aus.




Das Wetter hat den ersten Urlaubstag zwar etwas getruebt, aber es gab auch einen kleinen "Erfolg". Zwei wichtige Punkte in Key West sind der "Southernmost Point in the continental US" und "Mile Marker 0" der US1. Demnach war ich also am (mehr oder weniger) suedlichsten Punkt der USA und habe fast die gesamte Ostkueste abgefahren (abgesehen von den 120 km zwischen Acadia und Kanada). Vielleicht ziehen wir ja naechstes Jahr dann in den Westen.

9. Juni 2013

The Big O h...

Wenn man sich Florida auf der Karte anschaut, faellt einem recht schnell ein grosser blauer Fleck auf. Hierbei handelt es sich um Lake Okeechobee, den siebtgroessten See in den USA. Das klingt schon ziemlich beeindruckend, und da knapp eine Stunde entfernt ein "scenic trail" angeworben wurde, war der Tagesausflug schnell geplant.
Die Fahrt gestaltete sich so, wie man sich den mittleren Westen vorstellt: Viel nichts um eine gerade Strasse, auf der man nicht sehr schnell fahren darf.
Noch enttaeuschender war das Ziel. Ein Deich, ein bisschen Gras und Wasser. Der "scenic trail" geht wohl auf dem Deich entlang und bietet einen Blick auf das immer gleiche Bild. Weit und breit kein Baum zu sehen, so dass man die ganze Zeit der Sonne ausgeliefert ist. Aufgrund von Alligatoren und anderer Tiere ist der See auch nicht zum Baden geeignet und, wie man an dem Schilf sieht, auch nicht vorgesehen. Im Schilf selbst hielten sich der Lautstaerke nach zu urteilen einige Voegel auf, aber zeigen wollten sie sich nicht wirklich. Es gibt eigentlich nur einen Grund den See aufzusuchen und dafuer braucht man ein Boot und eine Angel.


Fazit: Zweieinhalb Stunden Fahrt fuer eine halbe Stunde dumm herumstehen. Es gibt besseres zu tun. Zum Beispiel einfach irgendwo ans Inlet fahren und entspannen.

5. Juni 2013

Dragon's Lair

Erinnert sich noch jemand an den John Dickinson Park? Den mit der Klapperschlange? Tipp: Letzter Beitrag. Nunja, man kann da tatsaechlich doch noch ein kleines bisschen mehr machen als mit dem Auto entlang fahren und spazieren gehen. Naemlich ein Kajak oder Kanu mieten, den Loxahatchee entlang paddeln und ein bisschen das natuerliche Florida Mangroven Gebiet erkunden.




Und moechte jemand raten, was man da sonst noch so sehen kann? Endlich, nach vielen Monaten und als ich schon fast den Glauben verloren hatte...es gibt tatsaechlich Alligatoren in Florida! Und das so ziemlich in allen Groessen. Ich frage mich ja schon ob es da hin und wieder "Unfaelle" gibt. Dumme Leute gibt es ja genug. Wir sind auch einer Gruppe in zwei Kajaks begegnet die sich gegenseitig zum kentern gebracht hat.





Daneben gab es auch noch Schildkroeten und allerlei Voegel zu sehen. Die Fischadler hatten derzeit wohl Brutsaison. Und selbst eine Gruppe Manatis gab es zu sehen fuer die paar Sekunden, die sie auftauchten.





Mit dem Kajak gelangte man dann auch zu Trapper Nelsons Zoo. Trapper Nelson war ein Einsiedler der in den 40- und 50ern mitten in diesem "Urwald" gelebt hat und seine Zeit damit verbrachte Tiere zu fangen und zu verkaufen. Dabei hat er dann immer mehr Flaeche gekauft (die dann spaeter der Park annektierte) und sich mittels selbst gepflanzter Obstbaeume und ausgehobener Brunnen selbst ernaehrt. Letztlich wurde er eines Tages erschossen aufgefunden, offiziell Selbstmord, aber natuerlich gibt es da immer andere Meinungen. Nunja, leider gibt es im Zoo keine Tiere mehr, aber es stehen noch viele der Huetten, die er errichtet hatte sowie die jeweiligen Tierkaefige. Und zum Glueck gibt es ja noch freilebende Tiere, die sich in der Gegend aufhalten.

Romalea microptera Nymphe:


Monarchfalter (Danaus plexippus):


Zebra Schwalbenschwanz (Protographium marcellus):




Roter Kardinal (Cardinalis cardinalis):
Die Kerle gibt es irgendwie ueberall wo ein bisschen Natur ist und sie haben einen so markanten Gesang, dass sogar ich den erkenne. Leider sind sie aber ziemlich scheu und so kann man sie zwar fast jeden Morgen oder Abend hoeren, wenn man vor die Tuer geht, aber ein Photo von Nahem habe ich bisher nicht bekommen.