24. September 2012

grown men don't fall in the river, just like that

Lang, lang ist's her, da wollte ich ein bisschen mehr von nordoestlichen Teil des Kontinents sehen und so wurde mit meiner treuen Begleiterin eine Autorundfahrt "geplant". Und als erstes Ziel durften die Niagara-Faelle herhalten, die auch gleichzeitig unser Grenzuebergang zu Kanada waren (also ungefaehr, ist klar).
Wie meistens wollte ich frueh starten um ein paar Stunden ohne grossen Verkehr fahren und natuerlich auch frueh ankommen zu koennen. Und es hat sich rentiert. Wir sind ohne Staus durchgekommen und selbst an der Grenze mussten wir nicht lange warten. Wobei  es tatsaechlich etwas komisch war auf freien, mehrspurigen Strassen kaum schneller als 100 km/h fahren zu duerfen. Weiterer Bonus: Ein schoener, goldener Sonnenaufgang.


Ein bisschen Trivia: Die zwei anliegenden Staedte (amerikanisch und kanadisch) heissen ebenfalls Niagara Falls. Gewohnt innovativ.
Ich weiss nicht wie es sich mit der amerikanischen Seite verhaelt, aber die kanadische Stadt war tatsaechlich eine Ueberraschung fuer uns.


Tourismus pur. Man kommt sich ein bisschen vor wie in Disneyland oder einem grossen Volksfest. Alles leuchtet und blinkt, es gibt ein Riesenrad, Minigolf, Abenteuer-Haeuser, Shows und Ess-Moeglichkeiten ohne Ende. Und natuerlich liegen auch Hotels und Casinos alle in der Naehe. Was ich aber nicht gesehen habe, waren normale Haeuser in denen Anwohner leben koennten. Die liegen wahrscheinlich weiter vom "Zentrum" entfernt.


Wachsfigurenkabinette habe ich mindestens drei gezaehlt, und alle sahen vergleichbar billig aus...


...auch er durfte natuerlich nicht fehlen:


Gluecklicherweise kommt man entlang einer groesseren Strasse relativ einfach und schnell durch diesen Vergnuegungsdistrikt und nach Ueberquerung einer kreuzenden Hauptstrasse steht man dann auch schon ploetzlich gegenueber der Wasserfaelle.

American Falls & Bridal Veil Falls:


Horseshoe Falls:
Nicht viel zu sehen ausser weiss ;)


Und ein Panorama.
Links sieht man die Rainbow-Bridge, der Grenzuebergang zwischen Kanada und den USA.


Auch abseits der Faelle gibt es hin und wieder etwas zu sehen.
Dieser kleine Geselle lebt am Gelaender entlang des Flusses/Abhangs. Zu einem richtigen Photoshooting wollte er sich aber nicht ueberreden lassen. Ich habe aber den Eindruck als kaemen hier Springspinnen viel haeufiger vor als in Deutschland.


Und eine interessant wachsende Baumart:


Noch ein paar "Detail"aufnahmen...


Besonders die tuerkise Umbruchkante bei den Hufeisenfaellen hat es mir angetan.
Hier sieht man noch die seit den 70ern stillgelegte Toronto Power Generating Station:


Und hier kann man rechts oben das Wreck der Niagara Scow erkennen:


An unserem ersten Tag war das Wetter leider nicht so toll (es hat sogar geregnet, omg!), am naechsten dafuer umso besser. Deshalb (und weil man morgens weniger lang anstehen muss) haben wir dann an der Touristen-Attraktion "Maid of the Mist" teilgenommen, wobei man mit einem Schiff (auf einigen der vorigen Photos zu sehen) in die Mitte des Hufeisens faehrt und...ja, nass wird. Der Name ist auf jeden Fall passend gewaehlt, hier sieht man mal wie hoch die Wasserwolke so aufsteigen kann:


Nachts leuchtet alles natuerlich noch viel mehr.
Ein Blick auf Skylon Tower und Umgebung (links wieder einmal die Wolke der Faelle):


 Und natuerlich muss auch das Wasser leuchten:


Abschliessender Kommentar: Insgesamt war ich etwas enttaeuscht (typisch, was?). Vielleicht haette ich mehr informieren sollen, aber so ein Kommerzgebiet um die Wasserfaelle hatte ich nicht erwartet. Andererseits war es nicht so ueberlaufen, dass man sich nicht bewegen haette koennen und sogar an den beliebtesten Aussichtspunkten wurde einem nie die Sicht von Menschenmassen verspert. Aber wir waren ja auch schon eher gegen Ende der Saison unter der Woche da.
Die Wasserfaelle selbst fand ich aber auch etwas mickrig. Da sie ja so beruehmt sind hatte ich irgendwie mehr erwartet als nur 50 m Hoehe. Und lauter habe ich es mir vorgestellt. Insgesamt schon ganz nett und wuerde ich noch einmal hinfahren, wuerde ich wohl noch einmal so eine Tour zu den/hinter die Faelle mitmachen, lange kann man sich in der Stadt jedoch nicht aufhalten.
Aber das war ja auch erst der Beginn der Reise...

12. September 2012

evening stroll

Museen hat es ja in Boston auch einige, so zB auch das fuer Harvard-Angestellte kostenlose Harvard Museum of Natural History und Peabody Museum of Archaeology and Ethnology.

Mittlerweile war ich ja doch schon in einigen Naturhistorischen Museen und das von Harvard ist davon eindeutig das kleinste (nur eine Ebene!). Dementsprechend gab es auch nicht sehr viel was einen wirklich vom Hocker gehauen hat, aber fuer kostenlos immer noch ganz schoen. Zum Beispiel gab es ein grosses Skelett zu sehen (Smartphone-Panorama, woot, woot):
 

Das Peabody Museum war schon ein bisschen groesser und befasste sich hauptsaechlich mit nordamerikanischen Indianervoelkern, wie zum Beispiel den Maya. Das war fuer mich persoenlich schon etwas cooler, da sie einige Codex-Seiten in digital restaurierter Form an den Waenden haengen hatten und auch Replikate einiger Bauen, wie des beruehmten Altars Q aus Copan.


Ich glaube an dem Tag habe ich aber tatsaechlich mal ein bisschen im Labor gearbeitet, was dann doch wieder laenger gedauert hat als erwartet und so hatten wir nur 1.5 Stunden Zeit um uns die zwei Museen anzusehen.
Danach entschieden wir uns zu einem Spaziergang entlang des Charles Rivers von Cambridge Richtung Boston (was ich tatsaechlich zuvor noch nie gemacht habe). Auf dem Weg gibt es einige wirklich schoene Stellen, insbesondere im Abendrot der untergehenden Sonne.








Das oben abgebildete Schild ist lustigerweise nicht von dem Restaurant wo wir essen waren. Stattdessen waren wir im Restaurant nebenan und wuenschten uns anders entschieden zu haetten. Nach dem langen Spaziergang sind wir naemlich noch eine Weile an einigen Restaurants vorbeigegangen, da sie entweder zu teuer waren oder das Menu nicht unseren Vorstellungen entsprach. Somit wurde irgendwann festgelegt, dass wir uns fuer eines der beiden naechsten Restaurants entscheiden wuerden und irgendwie hat das italienische gewonnen. Natuerlich war das so gar nicht wirklich italienisch und im Nachhinein kam ich dann auch mal auf die Idee die mir zur Verfuegung stehende Technologie zu nutzen und Bewertungen der Restaurants zu vergleichen. Ich brauche wohl eigentlich nicht zu erwaehnen, dass Tapeo vorne lag...

6. September 2012

crane beach

Wo Boston schon so nah am Meer liegt, muss man natuerlich auch mal an den Strand fahren. Auch wenn das Wasser nicht so warm ist wie in den ueblichen Reisezielen.
Das Wetter meinte es auch nicht ganz so gut, so war es die meisten Zeit ziemlich bewoelkt und auch recht windig (fuer Sonnenbrand hat es im Nachhinein dennoch gereicht). Aber so waren immerhin nicht allzu viele Leute am Strand; fuer dessen "Benutzung" man uebrigens zahlen muss.


Was ganz interessant ist: Abseits der paar hundert Meter Strand die mit Rettungsschwimmern besetzt sind, kann man in beide Richtungen mindestens 1-2 km laufen und findet mehr oder weniger menschenleeren Strand vor.
Darueberhinaus gab es auf einer Seite auch Duenen-Spazierwege. Die Duenen sind Naturschutzgebiet, u.a. wegen einiger bruetenden Voegel und so darf man nur auf zugelassenen Wegen laufen (was natuerlich einige Leute trotzdem nicht davon abhaelt es anders zu tun), aber wie sich herausstellen sollte waren selbst diese Pfade nicht unbedingt fuer nackte Fuesse gedacht.



Nach einiger Zeit kommt man dann auch in eine Art lichten Wald, der an sich sehr schoen war, allerdings eben auch viel spitzes Zeug am Boden hat und vor allem vor Stechmuecken wimmelte. Man war eigentlich keine 10 Sekunden "allein". Sogar eine Schlange lief uns mal ueber den Weg.


Insofern haben wir uns dann doch wieder Richtung Strand begeben, wo wir an besagten menschenleeren Stellen vorbeikommen, an denen es stattdessen eine Menge Muscheln und Watvoegel(?) gab.


In die andere Richtung des Strandes ging es in eine Art Bucht und weiter zu einer Stadt, das waere aber doch ein mehrstuendiger Spaziergang gewesen.


Als wir dann spaeter zu unserem Platz zurueckkehrten, hatten wir auch etwas mehr ueber die Tiere gelernt, die ich bisher verschwiegen hatte. Es gab vor allem an dem "Hauptstrand" einige Moewen, die an sich schon kaum mehr scheu waren. Verlaesst man aber seinen Platz, machen sie sich aber tatsaechlich ueber alles her, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Rucksaecke waren wohl gluecklicherweise stabil genug, aber unser Tuete mit Muesli-Riegeln und Pop-Tarts war zerpflueckt und der Inhalt verschwunden. Und dabei weiss man doch wie hunger-abhaenig meine Stimmung ist...


5. September 2012

wicked south

Sooo, ich hatte ja endlich einmal wieder Besuch von meiner liebreizenden Freundin und da muss natuerlich auch etwas unternommen werden.
Unser erster Ausflug galt einem nahe gelegenen Zoo.



Natuerlich konnte dieser in keiner Weise mit dem guten alten Nuernberger Tiergarten oder auch den Muenchener oder Frankfurter Zoos nicht mithalten, was Groesse und Gestaltung der Anlage angeht.
Dafuer sind die meisten Gehege so spaerlich eingerichtet, dass die Tiere sich kaum verstecken koennen und man so fast alles zu sehen bekommt.



Marine Lebewesen gab es auch mal so gar nicht und wenn ich mich recht erinnere war das einzige sich im Wasser aufhaltende Lebewesen ein einzelner Alligator. Es war auch auffallend dass sie von einigen Arten nur ein einzelnes Tier oder sehr kleine Gruppen hatten. So gab es auch einen einsamen Gibbon, der von sich aus zu den Menschen kam und traurige Laute ausstiess. Aber vielleicht habe ich ihn da auch zu vermenschlicht.



Ein anderer Trend, der wohl in vielen amerikanischen Zoos vorkommen soll wie mir gesagt wurde, war das halten von weissen/albino Tieren. So gab es einen weissen Pfau, Hirsch, Tiger und auch Nashoerner ;)





Ansonsten fand ich die Bonobos und Stacheltiere noch ziemlich cool, da ich diese noch nicht so oft zu Gesicht bekommen hatte.